Schäferei
Seit nun schon über 15 Jahren halten wir Schafe in mehr oder weniger großem Umfang. Mittlerweile ist unsere Herde auf etwa 150 Mutterschafe, zwei Zuchtböcke und deren Nachkommen angestiegen.
Wir wollen Ihnen hier kleinen Einblick in die verschiedenen Arbeiten eines „Schafbauern“ geben:
Bereits am frühen Morgen wird man mit einem kräftigen „Mäh“ begrüsst.
Übersetzt heißt das in diesem Fall: „Guten Morgen“ (schließlich haben wir höfliche Schafe), allerdings mit dem energischen Zusatz: "HUNGER"!!!
Dann heißt es also erst mal füttern. Bei dieser Gelegenheit schaut man natürlich auch gleich, ob es allen Tieren gut geht, alle frisch und munter im Stall umherlaufen. Ein besonderer Augenmerk liegt auch darauf, ob eventuell über Nacht die Zahl der Schafe angestiegen ist und ein paar kleine Lämmer zur Welt gekommen sind.

Schafe gebären nach etwa 5 Monaten Tragezeit in der Regel zwei Lämmer. Hin und wieder werden die Kleinen aber von der eigenen Mama nicht angenommen, oder das Mutterschaf ist mit der Zahl der Kinder überfordert. Dann haben wir wieder ein „Flaschenkind“, das besondere Aufmerksamkeit verlangt. Spezielle Trockenmilch wird mit Wasser angemischt und bei bestimmter Temperatur den Lämmern gefüttert. Anfangs etwa alle 4 Stunden, wenn die Tiere dann schon etwas größer sind, werden auch die Fütterungsabstände größer.
Unsere Schafe verbringen den gesamten Sommer im Freien, auf Wiesen unter anderem in Prien und Frasdorf. Dort wird auch in regelmässigen Abständen kontrolliert, ob es den Tieren gut geht.
Ihren Wasserbedarf können die Tiere zum Teil durch das Gras decken, allerdings ist es zusätzlich notwendig den Tieren ein Wasserfass zur Verfügung zu stellen.
Übrigens: das Fell der Schafe ist Regenmantel, Wintermantel und Sonnenschirm in einem! Das Wasser perlt zum einen am Fell ab, und so schön warm das Fell im Winter ist und die Tiere isoliert, so kühlend ist es für die Tiere im Sommer.
Unterstützt bei unserer der Arbeit auf der Koppel werden wir von unseren treuen Hütehunden – Border Collies, der ein oder andere kennt diese Rasse vielleicht aus dem Film „Ein Schweinchen Namens Babe“. Ein Schwein konnten wir allerdings noch nicht zur Mithilfe animieren.
Die Pediküre
Ja auch Schafe wollen schöne Füsse haben!
So etwa zwei mal im Jahr ist es dann soweit und den Schafen werden die Klauen geschnitten. Dies ist notwendig, um Krankheiten vorzubeugen und einen Verwuchs zu verhindern.
Die Frisur
Ebenso zweimal im Jahr wird unseren Schafen ein neues Styling verpasst. Dann heißt es Fell ab! Frisch geschorene Schafe sind zwar erstmal optisch betrachtet nicht die schönsten, aber diese Prozedur ist notwendig, dass das Fell nicht verfilzt.
Das gehört dazu:
Die Lämmer werden in unserem hauseigenem Schlachthaus stressfrei geschlachtet und das Fleisch weiter verarbeitet (abgehängt, zerteilt).
Die Felle werden in einem benachbartem Ort gegerbt. Unsere Felle sind übrigens waschbar. Eine Pflegeanleitung erhalten Sie im Laden von unseren Verkäuferinnen.
Hier zwei Fotos von der Herstellung unsere hauseigenen Lammbratwürstl (von Chef und Chefin persönlich „verwurschtlt“).